Damit ein Fenster seine Funktion optimal erfüllen kann, ist es notwendig, es richtig einzustellen. Nur dann schließt das Fenster dicht und ist leicht zu bedienen. Moderne Fenstermodelle haben heute mehrere Einstellmöglichkeiten. Mit relativ wenig Aufwand können Sie aus jedem Fenstermodell das Beste herausholen.
In den meisten Fällen sollten Anpassungen nach dem Einbau des Fensters vorgenommen werden, um kleinere Ungenauigkeiten zu korrigieren, die während des Einbaus entstanden sein könnten. Darüber hinaus sind in den folgenden Fällen Fenstereinstellungen angebracht:
Der Fensterflügel reibt während des Betriebs am Fensterrahmen.
Es ist nur möglich, das Fenster mit Gewalt zu öffnen oder zu schließen.
Um das Fenster dicht zu öffnen oder zu schließen, muss das Fenster angehoben oder gedrückt werden.
Der Fenstergriff ist nicht mehr horizontal, wenn das Fenster geschlossen ist.
Das Fenster schließt nicht mehr vollständig dicht.
Die Einstellungen werden am eingebauten Fenster vorgenommen, und Sie benötigen die richtigen Werkzeuge für diese Arbeit. Welche Schraubenschlüssel und Schraubendreher benötigt werden und wo am Fenster sich die Einstellmöglichkeiten befinden, entnehmen Sie bitte der Anleitung des Herstellers. Sie sollten sie vor Beginn der Arbeit sorgfältig studieren. Prüfen Sie vor dem Einstellen der Verschraubungen, dass diese nicht beschädigt sind und ölen Sie sie. Es ist auch wichtig zu prüfen, ob das Fenster gerade im Rahmen sitzt. Schleifspuren an der Hardware oder am Rahmenmaterial können auf eine Fehlausrichtung hinweisen.
Die meisten Fenster haben einen Dreh-Kipp-Mechanismus, der aus den folgenden Komponenten besteht:
Der Fenstergriff und der Sperrstift steuern die Funktionen. Mit nur einem Griff wird das Fenster geöffnet, geschlossen und gekippt.
Ein wichtiger Teil des Fensters sind die Eck- und Scherenlager. Das Ecklager befindet sich an der Anschlagseite an der unteren Ecke des Fensters, das Scherenlager an der oberen Ecke.
Einbruchhemmende Fenster haben Schließ- und Pilzkopfverriegelungen, die in der Regel auf der Griffseite montiert sind.
Moderne Fenster haben in der Regel vier Einstellmöglichkeiten. Im Falle eines Teildefekts sind möglicherweise nur einige Anpassungen erforderlich:
Parallelverstellung der Seitenfenster
Parallele Höhenverstellung
Diagonale Frontschieberverstellung
Einstellung des Anpressdrucks
Wenn der Fensterflügel seitlich klemmt, müssen das Ecklager und das Scherenlager eingestellt werden. Drehen Sie dazu abwechselnd die Stellschrauben leicht an, bis das Fenster in einer geraden Position steht. In der Regel:
Durch Drehen des Ecklagers gegen den Uhrzeigersinn und des Scherenlagers im Uhrzeigersinn wird der Fensterflügel in Richtung der Scharniere bewegt.
Werden die Drehrichtungen umgekehrt, bewegt sich der Flügel zum Griff hin.
Wenn der Fensterflügel nicht gerade im Rahmen sitzt, kann dies durch eine Höhenverstellung ausgeglichen werden. Die Einstellung wird am unteren Ecklager vorgenommen. Um an die Einstellschraube zu gelangen, muss in der Regel die Abdeckplatte entfernt werden. Durch Verstellen der Schraube wird der Fensterflügel ausgewuchtet. In der Regel:
Durch Drehen der Schraube im Uhrzeigersinn wird der Fensterflügel angehoben.
Durch Drehen der Schraube gegen den Uhrzeigersinn wird der Frontschieber abgesenkt.
Wenn der Flügel schief ist, schließt er nicht richtig und schleift beim Öffnen und Schließen. Abhilfe schafft eine Diagonalverstellung durch das Scherenlager. Die Stellschraube verändert den Winkel des Fensters in Abhängigkeit von seiner Position:
Wird die Einstellschraube im Uhrzeigersinn gedreht, hebt sich der Fensterflügel nach oben.
Wird die Einstellschraube gegen den Uhrzeigersinn gedreht, senkt sich der Frontschieber.
Schließt das Fenster trotz geradem Sitz nicht vollständig oder lässt es sich nur mit Gewalt öffnen und schließen, muss der Klemmdruck angepasst werden. Dazu werden die Schließzapfen des Fensterflügels herausgezogen und im oder gegen den Uhrzeigersinn gedreht. Dadurch wird die Klemmkraft erhöht oder verringert.
Nach jedem Einstellvorgang sollte ein Test der Fensterfunktion durchgeführt werden. Dies liegt daran, dass Anpassungen an anderer Stelle Probleme verursachen können. Grundsätzlich müssen alle Einstellungen aufeinander abgestimmt werden, bis das Fenster dicht schließt und sich leicht öffnen und schließen lässt.
Um das Fenster langfristig funktionsfähig zu halten, müssen die Beschläge in regelmäßigen Abständen gewartet werden. Einmal im Jahr sollten alle Armaturen mit harz- und säurefreiem Öl (Silikonspray oder Kriechöl) oder technischer Vaseline geschmiert werden. Dies gewährleistet Leichtgängigkeit und Funktionalität. Besonderes Augenmerk sollte darauf gelegt werden:
Kontaktstellen zwischen der Schere und der Oberschiene (die Schere selbst darf nicht geschmiert werden!).
Die Verschlussplatten auf der Eingangsseite sowie die Schiebeplatten.